Tropenzentrum Hartberg
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Alto-Sinú-Erdfresser

 Geophagus sp. „Alto Sinú“

 „Goldstaub auf den Schuppen, Sand zwischen den Kiemen und ein Charakter, der begeistert!“

Wissenschaftlicher Name Geophagus sp. „Alto Sinú“
Deutscher Name
Alto-Sinú-Erdfresser, Goldstaub-Erdfresser
Familie Cichlidae
– Buntbarsche
Herkunft
Kolumbien, Einzugsgebiet des Río Cauca
Endgröße
etwa 15–20 cm
Temperatur
etwa 24–28 °C
pH-Wert
ungefähr 6,0–7,5
Gesamthärte
bevorzugt weich bis mäßig hart; exakte artspezifische Grenzen nicht ausreichend dokumentiert
Aquarium
für eine kleine Gruppe möglichst ab etwa 150 cm Länge, mit großer Sandgrundfläche; bei größeren Gruppen entsprechend mehr
Sozialverhalten
innerartlich unterschiedlich, von friedlich bis deutlich durchsetzungsfähig
Ernährung
Allesfresser mit Schwerpunkt auf bodenlebenden Kleintieren
Fortpflanzung
maternaler Maulbrüter – das Weibchen übernimmt die Maulbrutpflege
Schwierigkeitsgrad
eher für Aquarianer mit Erfahrung in der Buntbarschhaltung
 

Geophagus sp. „Alto Sinú“ Eine Vergesellschaftung ist grundsätzlich möglich, muss aber sorgfältig geplant werden. Wir beraten gerne.


klein € 12,00

medium € 20,00

large € 30,00


Ist das überhaupt eine eigene Art?


Der Alto-Sinú-Erdfresser ist wissenschaftlich noch nicht formal als eigenständige Art beschrieben.
Die Bezeichnung Geophagus sp. „Alto Sinú“ ist deshalb ein vorläufiger Handels- und Arbeitsname.
Er gehört zur Verwandtschaftsgruppe der sogenannten Rothaubenerdfresser, zu der auch Geophagus steindachneri, G. pellegrini und G. crassilabris gezählt werden.
Ob diese gesamte Gruppe langfristig in der Gattung Geophagus verbleibt, ist taxonomisch noch nicht abschließend geklärt.
Gerade für Liebhaber außergewöhnlicher Buntbarsche macht das diesen Fisch besonders interessant.

Das richtige Aquarium – Sand ist Pflicht!


Wer Erdfresser artgerecht pflegen möchte, sollte bei der Einrichtung vor allem eines berücksichtigen: den Bodengrund.
Diese Fische verbringen einen erheblichen Teil ihrer Zeit damit, Sand aufzunehmen und nach Nahrung zu durchsuchen.
Dafür benötigen sie feinen, möglichst abgerundeten Sand, der sich gut aufnehmen und wieder ausstoßen lässt.
Grobkörniger, scharfkantiger Kies ist für dieses natürliche Verhalten ungeeignet.
Ein gut eingerichtetes Aquarium bietet:

  • Große, zusammenhängende Sandflächen zum Gründeln
  • Wurzeln und stabile Steine zur Strukturierung
  • Sichtbarrieren und Rückzugsmöglichkeiten
  • -
  • Freie Schwimmbereiche
  • Leistungsfähige biologische Filterung
  • Regelmäßige Wasserwechsel und eine geringe organische Belastung
  • Bei der Bepflanzung sind robuste, gut verankerte Pflanzen oder aufgebundene Aufsitzerpflanzen sinnvoll.

Empfindliche Pflanzen mit schwachen Wurzeln können durch das Gründeln und Umgestalten des Bodens freigelegt werden.

Unser Futtertipp aus dem Tropenzentrum Hartberg


Unsere Flipfeed-Futtersorten können eine interessante Ergänzung darstellen, sofern Zusammensetzung und Körnung zur Größe und Ernährung der Tiere passen.
Besonders wichtig ist uns dabei, dass das Futter nicht nur angenommen wird, sondern den tatsächlichen Ernährungsbedürfnissen entspricht.
Und weil Nachhaltigkeit auch bei der Aquaristik eine Rolle spielt: Unsere Flipfeed-Dosen sind wiederbefüllbar. Einfach die leere Dose ins Tropenzentrum Hartberg mitbringen und erneut befüllen lassen.


Ernährung – der natürliche Sandsieber


Der Name Geophagus setzt sich aus den griechischen Begriffen für „Erde“ und „fressen“ zusammen.
Das bedeutet aber nicht, dass diese Fische tatsächlich Erde als Nahrung benötigen.
Vielmehr nehmen sie Bodengrund ins Maul, suchen darin nach verwertbaren Nahrungspartikeln und geben den Sand anschließend wieder ab.
Im Aquarium eignet sich eine abwechslungsreiche Ernährung aus:

Besonderheit – eine noch unbeschriebene Rarität
Der Alto-Sinú-Erdfresser ist aus mehreren Gründen außergewöhnlich.
Seine metallisch glänzende Zeichnung, die mögliche Stirnwölbung ausgewachsener Männchen und die Maulbrutpflege machen ihn zu einem interessanten Aquarienbewohner.
Besonders spannend ist jedoch sein wissenschaftlicher Status: Obwohl er bereits nachgezüchtet und im Aquarienhandel angeboten wird, besitzt er noch keinen gültig beschriebenen Artnamen.
Das bedeutet, dass bei Herkunftsangaben und Vergleichen mit verwandten Arten weiterhin Vorsicht geboten ist.
Eine echte Rarität, bei der die Aquaristik der wissenschaftlichen Namensgebung ein Stück voraus ist!